Jane Eyre

Die Waise Jane wird von Verwandten aufgezogen, die sie als Dienstmädchen behandeln, bis sie in eine Armenschule geschickt wird, wo sie - von einer Lehrerin gefördert - ihren Abschluss macht und sich auf eine Stelle als Gouvernante bewirbt. Auf dem Jane Eyre entlegenen Landsitz Thornfield Hall verliebt sie sich in den Gutsherrn Rochester, der zwar ihre Liebe erwidert, jedoch verheiratet ist mit einer kranken, wahnsinnigen Frau, die eingesperrt im Hause lebt. Jane, eine junge Frau mit Grundsätzen und Selbstachtung, flieht und kehrt erst nach schmerzlichen Erfahrungen zurück nach Thornfield Hall, wo nach einem Brand die Ehefrau verstorben und Rochester schwer verletzt ist. - Ganz ungewöhnlich für ihre Zeit, reflektiert die selbstbewusste Icherzählerin Jane ihre Situation und will selbstbestimmt leben, weder als untergeordnete Ehefrau eines Missionars, noch als Mätresse des Gutsherrn von Thornfield. Sie wehrt sich gegen Konventionen, die nicht mit Moral gleichzusetzen sind, und gegen Selbstgerechtigkeit unter dem Deckmantel von Religion. Ebenso ungewöhnlich, dass die charakterstarke Jane schließlich Liebe und Anerkennung findet bei dem gesellschaftlich so viel höher stehenden reichen Gutsherrn. Ein Vorwort der Autorin, die den Roman, der als skandalös galt, 1847 unter Pseudonym veröffentlichte, und ein ausführlicher, höchst informativer Anhang ergänzen die unbedingt lesenswerte Neuübersetzung von Melanie Walz.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Jane Eyre

Jane Eyre

Charlotte Brontë
Insel-Verl. (2015)

651 S.
fest geb.

MedienNr.: 584022
ISBN 978-3-458-17653-4
9783458176534
ca. 29,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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