Als die Maus nicht wusste, wo sie war
Eine kleine Maus schlüpft aus ihrem Versteck und hat keine Ahnung, wo sie sein könnte. Sie erkundet ihre Umgebung und stellt fest, dass alles voller Tiere ist. Was könnte das nur für ein Haus sein? Die Maus wundert sich über das umgängliche Benehmen
der Tiere und trotzdem würde sie am liebsten einfach verschwinden. Als sie die Treppe raufläuft, stellt sie oben angekommen fest, dass sie auf einem Schiff ist. An Deck trifft sie auf einen Mann mit grauem Bart. Der erklärt ihr, dass er das Schiff gebaut habe, um die Tiere vor der Flut zu retten. – Die Geschichte der Arche Noah mal etwas anders erzählt. In schön geschriebener Reimform wird durch das ganze Buch geführt. Die Illustrationen wirken zuerst etwas sonderbar, da alle Tiere aus Alltagsgegenständen bestehen. Doch wenn man hinten im Buch weiterliest, erfährt man, dass der Autor zu dem Team gehörte, das die Tiere für ANOHA, der Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, entwickelte. Und diese sind dort aus Löffeln, Töpfen, Fahrradteilen, usw. geschaffen. Auch hinten im Buch findet man die Zusammenfassung der Bibelgeschichte in kindlicher Weise. Eine schöne Ergänzung für den Bestand religiöser Kinderbücher.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Als die Maus nicht wusste, wo sie war
Jörg Hilbert
Insel (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3