Haus zur Sonne
Der Ich-Erzähler leidet an der fürchterlichen und unheilbaren psychischen Krankheit der "bipolaren Störung." Ohne Freunde, verschuldet und ohne berufliches Ansehen sucht er Rettung im "Haus zur Sonne", ein vom Staat betriebenes Hospiz für Lebensmüde
und Todkranke. Er wird aufgenommen und bekommt vereinbarungsgemäß letzte Wünsche in Form von Halluzinationen und Traumsequenzen erfüllt. Der "Preis", der dafür bezahlt werden muss, ist, danach aus dem Leben zu scheiden. Todkrank kämpft er ums Überleben und so gelingt ihm schlussendlich die Flucht – ein Hoffnungszeichen! – Das Buch des Schriftstellers und Dramatikers Thomas Melle lässt den Leser in psychisch Kranke, von denen es immer mehr gibt, einfühlen und so die Krankheit besser verstehen. (Nominiert für den Deutschen Buchpreis)
Berthold Schäffner
rezensiert für den Borromäusverein.
Haus zur Sonne
Thomas Melle
Kiepenheuer & Witsch (2025)
315 Seiten
fest geb.