Schwüre, die wir brechen
Ein grausamer Fund ist der Auftakt zu einem neuen Fall für die Mordkommission Malmö: Einem Mordopfer wurde offenbar bei lebendigem Leib das Herz herausgeschnitten, anschließend wurde ihm ein Krokodilkopf angenäht. Bald werden im hitzegeplagten
Malmö noch weitere Funde gemacht, alle weisen eine ähnlich grausige Verbindung zur altägyptischen Mythologie auf. – Nach einem zwar guten, wenn auch nicht ganz so mitreißenden ersten Band ("Tode, die wir sterben", BP/mp 24/973), wie aus der Vorgängerreihe gewohnt, startet das Autorenduo hier wieder einmal voll durch. Nicht nur werden die Hauptfiguren Karhuu und Nordh gut weiterentwickelt, auch die Handlung hat es in sich. Neben dem etwas gruseligen "Igittigitt"-Effekt der Leichenfunde entwickelt sich ein exzellent aufgebauter Plot, der immer mehr an Rasanz und Spannung aufnimmt. Herz, was willst du mehr (wenn du nicht wie bei den Opfern entfernt wurdest ...)? – Empfohlen für alle Thriller-Bestände.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwüre, die wir brechen
Roman Voosen, Kerstin Signe Danielsson
Kiepenheuer & Witsch (2025)
439 Seiten
kt.