Ahlam oder Der Traum von Freiheit

Im Jahr 2000 sucht der Maler Paul Ruhe und Frieden auf einer tunesischen Insel und freundet sich mit dem Fischer Farhat an. Der Witwer hat zwei hochbegabte Kinder, Issam und Ahlam, die Paul in Malerei und Musik unterrichtet. Er möchte sie nach Frankreich Ahlam oder Der Traum von Freiheit mitnehmen, worüber Ahlam überglücklich ist. Issam jedoch, dessen Freund aus einer Salafistenfamilie stammt, wird zunehmend von dessen islamistischen Überzeugungen beeinflusst. Es fällt ihm schwer, seine Malerei aufzugeben, aber die kleine Gruppe Al-Quaida-Anhänger, zu der er gestoßen ist, überzeugt ihn. Ein letztes Mal diskutiert er mit Paul: "Der Mensch ist nicht Gott. Der Mensch hat nicht das Recht, kreativ zu sein". In der sog. Jasmin-Revolution 2011 sehen die Islamisten ihre Chance gekommen. Ahlam setzt sich dabei für Frauenrechte ein. Bei den Wahlen gewinnen jedoch die Islamisten und Ahlam bekommt die Explosion der Gewalt am eigenen Leib zu spüren. Paul und sie gestehen einander ihre Liebe und wollen heiraten, doch da werden sie von Sittenwächtern überfallen ... Eine wunderbare Liebesgeschichte, eine poetische Auseinandersetzung mit Kunst und die Geschichte einer glücklichen Familie, die durch den erstarkenden Islamismus auseinandergerissen wird. Ein wichtiges und großartiges Debüt eines auf den Antiterrorkampf spezialisierten französischen Richters. (Übers.: Regina Keil-Sagawe)

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Ahlam oder Der Traum von Freiheit

Ahlam oder Der Traum von Freiheit

Marc Trévidic
Kindler (2016)

285 S.
fest geb.

MedienNr.: 587241
ISBN 978-3-463-40678-7
9783463406787
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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