Verstehen statt verlieren
Die Zeit der Pubertät ist herausfordernd. Wenn das Smartphone hinzukommt und Kinder sich immer mehr vom familiären Einfluss lösen, machen sich Eltern verständlicherweise Sorgen. Die Digitalexpertin Leonie Lutz und die Sexualpädagogin Mareike Brede
setzen auf Aufklärung und Begleitung. Sie informieren detailreich über die Veränderungen zwischen Kindsein und Erwachsenwerden, über die „Baustellen“ im jugendlichen Kopf, jugendliche Sexualität und über die Möglichkeiten und Gefahren der digitalen Welt. Mit ihren Tipps möchten sie Eltern Sicherheiten bieten, damit sie den Kontakt zu ihren Kindern nicht verlieren. Zeit- und Altersbegrenzungen sind ein Mittel, um den Internet-Konsum zu regulieren, wichtig sind aber auch analoge soziale Kontakte, die Halt und Anerkennung bieten können. Es geht darum, dass Eltern sich mit ihren Kindern über digitale Angebote austauschen, Verständnis entwickeln und sie über unseriöse Angebote aufklären. Gesetzgebung, Schule, Jugendschutz u. a. kommt eine ebenso wichtige Rolle zu, was das Buch allerdings nicht näher thematisiert. „Erste Hilfe“ kann es mit seinen Informationen dennoch bieten und Eltern helfen, ihre Kinder zu begleiten und nicht zu verlieren. Schon in kleinen Beständen sinnvoll.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Verstehen statt verlieren
Leonie Lutz, Mareike Brede
Kösel (2025)
255 Seiten
kt.