Was bei uns bleibt
Seit August 1944 steht die neunzehnjährige Klara am Fließband und fertigt zusammen mit hunderten anderer Frauen Patronen. Sie hat ihre Eltern verloren und durch diese Arbeit erhält sie eine tägliche Essensration. Die meisten Frauen kommen jedoch
aus einem Arbeitslager und die Aufsicht geht streng vor. Als ein Jahr später die Armeen der Alliierten immer näherkommen, wird die Fabrik aufgelöst und die Frauen werden auf den Weg zurück nach Mauthausen geführt. Klara folgt heimlich dem Treck, da dort auch ihre Freundinnen dabei sind. Die Aufsicht geht mit den Frauen gnadenlos um und mehrere Frauen werden erschossen. Jahrzehnte später zieht Klara ihren Enkel, der seine Eltern verloren hat, auf. Die beiden verbindet eine innige Beziehung. Doch Luis will unbedingt mehr über das Leben seiner Oma erfahren, die über die damaligen Erlebnisse bisher nicht sprechen konnte. Eines Tages gelingt es ihm, ihr Schweigen zu brechen. - Eine berührende Geschichte aus einer schrecklichen Zeit, in der die Frauen unmenschlich behandelt wurden. Ich finde es wichtig, dass diese Menschen eine Stimme erhalten. Sehr zu empfehlen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Was bei uns bleibt
Didi Drobna
Piper (2021)
254 Seiten
fest geb.