Flammenlied
Auf ganz Selachia brennen riesige, unnatürliche Feuer und zerstören die uralten Wälder des Kontinents. Als die Elfe Tanaqui davon erfährt, macht sie sich auf den Weg in ihre Heimat, die Wälder des Schwertwindes, um dort gegen das Feuer zu kämpfen.
Auch der Zwerg Gjalar gerät auf dem Weg nach Hause in eins der Feuerinfernos und kann sich nur mit Mühe retten. Und die Menschen versuchen, die Ursachen der mysteriösen Feuer zu ergründen, und haben den Paladin Bowden und den Feuermagier Kato in das Dorf Dunkelfall entsandt, das heftig verwüstet wurde. Dort treffen alle vier aufeinander. Als sich das erste Misstrauen gelegt hat, sind sie sich einig, dass sie einander helfen können. Sie untersuchen die Ursachen des Feuers und stellen fest, dass es aus dem Untergrund kommt, wo tief unter Dunkelfall eine Stadt der Zwerge liegt. Auf der Suche steigen sie hinab und trauen ihren Augen nicht. Die Stadt ist komplett verlassen, kein einziger Zwerg ist zu finden. Aber die größte Entdeckung machen sie im Tempel des Schmiedegottes: Dort wurde eine Götterschmiede entzündet, ein Feuer unbändiger Kraft. Es ist so stark, dass es alles entzünden kann. Wie soll man es löschen, bevor an der Oberfläche alles verbrennt? Und warum wurde es entzündet? Die Story hat ein sehr interessantes Setting, in dem man viel über die Figuren und auch die Welt erfährt. Man lernt viel über die Völker und die Kriege zwischen ihnen und bekommt so ein sehr gutes Bild der Situation. Spannung wird langsam, aber kontinuierlich aufgebaut, besonders durch die immer wieder neuen Enthüllungen. Die Bedrohung bleibt abgesehen von der Quelle der Feuer aber noch eher unbestimmt und etwas diffus, darüber erfährt man hoffentlich in der Fortsetzung mehr.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Flammenlied
Bernhard Trecksel
Piper (2024)
Die vier Könige ; Band 1
489 Seiten : Illustrationen, Karten
fest geb.