Fabula

Hals über Kopf haben Joseba und Asier ihr Heimatdorf verlassen, um in Frankreich zum Kampf für ein freies Baskenland ausgebildet zu werden. Sie finden Unterschlupf auf einer Hühnerfarm, wo sie darauf warten, dass jemand Kontakt zu ihnen aufnimmt. Fabula Aus Langeweile nehmen sie das Training selbst in die Hand, machen Lauftrainings und stellen Schießübungen ohne Waffen nach. Eines Tages wird im Fernsehen gezeigt, dass die ETA den bewaffneten Kampf niederlegt. Ohne Französichkenntnisse zweifeln die beiden jungen Männer, ob sie dies richtig verstanden haben, und reimen sich selbst eine Wahrheit zusammen. Als sich der Bauer das Leben nimmt, fliehen die zwei. Ihr Ziel ist Toulouse, wo Txalupas, ein Mitstreiter der ETA, lebt. Sie brauchen seine Waffe für den Befreiungskampf, den sie mit ihrer eigenen neugegründeten Organisation GDG führen wollen. Txalupas zieht das Vorhaben ins Lächerliche, ja warnt gar davor. Als sie bei ihm Maria Cristina kennenlernen, die sie unterstützt und nach Saragossa bringt, schöpfen die Aktivisten neue Hoffnung. – Ein ernsthafter Hintergrund gepaart mit der Geschichte von zwei hoffnungslos naiven Jungen, die geradezu an Dick und Doof erinnern, ergibt einen gemächlich dahinfließenden Roman eines preisgekrönten Autors mit herrlichen Dialogen.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Fabula

Fabula

Fernando Aramburu ; aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen
Rowohlt (2026)

295 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625608
ISBN 978-3-498-00396-8
9783498003968
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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