Mauern und Lügen
Philipp Gerber, Hauptkommissar bei der Sicherungsgruppe Bonn, gelingt es unter Einsatz seines Lebens, am Frankfurter Flughafen ein Attentat auf seinen früheren Chef, den US-General Hiram C. Anderson zu verhindern. Eigentlich ist Anderson als Privatmann
in Begleitung seiner Tochter und seines Schwiegersohns zu Besuch nach Deutschland gekommen. Aber einmal Geheimdienst, immer Geheimdienst, er gibt Gerber einen Hinweis auf einen Verräter beim BND. Dieweil erhält Gerbers Freundin, die Journalistin Eva Herden ein undurchsichtiges Angebot für eine Recherche in Ost-Berlin. Sie erfährt von dem geplanten Mauerbau in Berlin. – Auch im vierten Band seiner Spionageserie aus der deutschen Nachkriegszeit (zuletzt: "Das Mädchen und der General", nicht in BP/mp besprochen) passt Langroth die spannende, wendungsreiche Geschichte wieder genau in die Zeitläufte ein, was er im Nachwort mit interessanten Lektürehinweisen ergänzt. Es gelingt ihm ein atmosphärisch interessantes Bild der frühen 60er Jahre. Empfehlenswert!
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mauern und Lügen
Ralf Langroth
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2024)
413 Seiten : Karte
kt.