Jahre der Kinder
Die Schatten des Krieges liegen im Jahre 1947 noch schwer über der Stadt Wien. Die Jüdin Stella (vgl. Bd. 1 „Zeit der Hoffnung“: BP/mp 25/991) hat sich für eine Stelle als Direktorin am Gymnasium beworben und ihre Aussichten sind sehr gut. Sie
ist deshalb sehr traurig, als plötzlich die Stelle anderweitig vergeben wird. Während sich Stella bemüht, auch die Vergangenheit mit ihren Schülern aufzuarbeiten, stellt sich der Direktor entschieden dagegen. Ebenso verlangt er eines Tages, dass sie einem Schüler ein „sehr gut“ für seine schlechte Leistung geben muss und einen anderen guten Schüler von der Schule verweisen soll. Stella weigert sich, auch wenn der Direktor Kontakte zu hochrangigen Personen hat. Im Lauf der Zeit wird jedoch bekannt, dass diese ehemalige Nazi-Granden waren. Dann wird es für den Direktor gefährlich. – Eine sehr berührende und mitreißende Erzählung über eine sehr mutige Frau, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Auch unabhängig von Band 1 zu lesen und allen Lesern sehr zu empfehlen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Jahre der Kinder
Beate Maly
Ullstein (2026)
Die Trümmerschule ; [2]
379 Seiten
kt.