Der Hunger der Lebenden

Friederike Matthée ist als Mitglied der Polizei in Köln gezwungen, sich korrekt in Uniform zu kleiden, trotz der Hitze in der zerstörten, staubigen Stadt. Aber sie ist froh, ein Auskommen für sich und ihre Mutter zu haben. Das alte Leben auf einem Der Hunger der Lebenden Gut in Gumbinnen, die Flucht im Winter 1945 - all das ist Vergangenheit und muss bewältigt werden. Als sie mit einem Kommissar zu einer ermordeten Frau gerufen wird, soll sie dem Mann assistierend zuarbeiten. Doch als dieser die junge Frau, die bei der Leiche angetroffen wird, von vornherein als Täterin sieht, regt sich ihr Widerstand. Da gibt es doch einige Ungereimtheiten, denen sie nachgehen will. Die Royal Military Police ermittelt gleichzeitig in einem anderen Mordfall. Richard Davies, den sie von einem früheren Fall kennt, kommt ihr zu Hilfe, nachdem sich herausstellt, dass es bei den Verbrechen einen Zusammenhang geben könnte. - Nach "Das Echo der Toten" (BP/mp 18/912) ist dies der zweite Band um Mattée und Davies. Die Schilderungen der Zustände im zerstörten Köln, Hunger, Schwarzmarkt usw. sind prägnant und beeindruckend. So ist die Kriminalgeschichte nicht unbedingt das Hauptthema; trotzdem ist die Geschichte spannend. Das Buch liest sich leicht und unangestrengt, die Lektüre des ersten Bandes der Reihe ist keine zwingende Voraussetzung.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Hunger der Lebenden

Der Hunger der Lebenden

Beate Sauer
Ullstein (2019)

Ullstein-Taschenbuch ; 29121
427 S.
kt.

MedienNr.: 596912
ISBN 978-3-548-29121-5
9783548291215
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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