Mimi und Lina
Die Not ist groß! Linas Kuschelfaultier ist weg. Dabei hat der Tag so gut angefangen. Zuerst knuddelten die beiden gemütlich in der Schlafhöhle. Wenig später darf Lina Mimi sogar mit in die Kita nehmen, obwohl kein Kuscheltiertag ist. Auf dem Weg
dorthin muss es passiert sein. Lina ist im Buggy eingeschlafen und dabei rutschte ihr wohl das Faultier aus den Händen. Ein Schmetterling will Mimi helfen, auch ein Mäuschen engagiert sich, dass das Schmusetier wieder zu Lina zurückfindet. Schon kullern Tränen. Das Eichhörnchen gibt den zielführenden Tipp, denn es hat einen von Linas Zetteln gesehen. Darauf ist Mimi abgebildet und die Frage nach ihrem Aufenthaltsort. Nun kommt der Dackel ins Spiel und die Maus, die den Weg zu Mimi findet. – Dieses zauberhafte Bilderbuch berührt die Herzen von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Es nimmt sie mit auf eine spannende und emotional bewegende Suche, welche letztlich in einem freudigen Wiedersehen endet. Die Sprache des Buches ist kindgerecht und zugleich poetisch. Grit Poppe versteht es, mit einfachen, klaren Worten die Gefühle von Lina und die Bedeutung von Mimi in ihrer Funktion als beste Freundin auszudrücken. Liebevolle Illustrationen laden zum Betrachten ein. Auch wenn manche Augen etwas groß und stechend geraten sind, stört das vielleicht nicht jeden. Überall eine lohnende Anschaffung.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mimi und Lina
Grit Poppe ; Illustrationen: Erica Salcedo
Carlsen (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3