Bury our bones in the midnight soil
Blut und drei furchtlose Heldinnen machen dieses fast 700 Seiten starke Buch aus. Da ist Maria, die im Jahr 1529 im spanischen Leon unglücklich mit einem Edelmann verheiratet ist und die durch eine geheimnisvolle Witwe zur Vampirin wird. Fortan heißt
sie Sabine und entledigt sich ihres alten Lebens und lebt selbstbestimmt. Mit Sabine kommen dann auch die anderen beiden Frauen dazu, indem sie verführt und zu Vampirinnen werden. Die zweite im Bunde heißt Charlotte, die sich im Jahr 1827 in London verheiraten soll. Doch mit Hilfe von Sabine taucht sie in ein anderes Leben ab. Die dritte Protagonistin ist Alice, die im Jahr 2019 nach einer wilden Partynacht mit Bisswunden erwacht und einen riesigen Hunger nach Blut verspürt. Alle drei sind auf der Suche nach lesbischer Liebe außerhalb von Konventionen, doch Sabine spielt ein gefährliches Spiel als kalt berechnende Jägerin. – Blutrünstig, aufregend, mit drei durchsetzungsfreudigen Frauen, die in unterschiedlichen Zeitepochen rebellieren gegen ihre Vorbestimmung und gesellschaftlich-patriarchale Erwartungen. Für die Abteilung New Adult-Vampirgeschichten oder LGBTQ+-Literatur einstellbar für „abgebrühte“ Leserinnen, die sich nicht vor bluttrinkenden Vampirinnen fürchten.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Bury our bones in the midnight soil
V. E. Schwab ; aus dem amerikanischen Englisch von Petra Huber und [einer weiteren]
TOR (2025)
686 Seiten : Illustrationen
fest geb.