Tausend Meilen weites Land
Gregor Schoenheit verlässt zu Beginn des 19. Jh. seine badische Heimat, wo nicht-abgeschickte, aber weiter gereichte Liebesbriefe ihn in große Schwierigkeiten brachten. Mit einem Auswandererschiff, auf dem er als Hilfskraft anheuert, gelangt er in
die USA und wird zu Greg Schoner. Erst ist er die rechte Hand eines dubiosen Glücksspielers, dann zieht er nach Westen und arbeitet bei einem Büchsenmacher, dessen Produkte von Trappern und Fellhändlern nachgefragt werden. Greg wird zum Führer von Tracks auf den unsicheren Wegen durch die von den einheimischen Indianern besiedelten Gebiete und heiratet eine Cheyenne-Frau. In seinem Leben spiegeln sich prägende Ereignisse der noch jungen Vereinigten Staaten wider, z. B. der Krieg gegen Mexiko und der Sezessionskrieg zwischen Nord- und Südstaaten. Eine Idee, die ihn von Jugend an beseelt, ist die standardisierte Herstellung von Uhren für alle – ein Traum, der sich erst am Ende seines Lebens erfüllt. Gut recherchiert, phasenweise etwas langatmig, aber trotzdem für alle empfehlenswert, ein Western in Romanform.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Tausend Meilen weites Land
Meinrad Braun
emons: (2024)
446 Seiten : Karte
kt.