Mein größter Wunsch
Charlie ist sauer. Auf ihre Schwester, auf ihre Mutter, auf ihre Tante, einfach auf alles und alle. Weil ihre Mutter schwer depressiv ist und sich nicht um sie kümmern kann, muss sie ohne ihre Schwester zu ihrer Tante und ihrem Onkel aufs Land. Jetzt
sitzt sie hier in der Klasse und bekommt auch noch einen Schulpaten zugewiesen: Howard. Er versucht, nett zu sein und ihr zu helfen, doch Charlie hat daran überhaupt kein Interesse. Auch mit ihren Mitschülern wird sie nicht wirklich warm. In der Großstadt war alles viel besser als hier auf dem Land mitten im Nirgendwo. Doch dann begegnet ihr ein Streuner. Ein verwahrloster Hund und Charlie öffnet sich. Sie will ihn einfangen und behalten. Mit Howards Hilfe und auch zusammen mit Tante und Onkel schafft sie es, den Hund zu fangen. Langsam öffnet Charlie ihr Herz für den Hund und auch für die Menschen, die es gut mit ihr meinen. Am Ende freut sie sich, dass sie hierbleiben kann und ein ganz normales Langweilerleben führen darf. Denn so schlecht ist das doch eigentlich gar nicht. – Ein einfühlsames Buch über die verzwickte Gefühlswelt von Charlie, einem Teenagermädchen, dass mit vielen verschiedenen Sorgen, Ängsten und Gefühlen umgehen muss. Nachdenklich, traurig und schön zugleich. Sehr empfehlenswert.
Veronika Remmele
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mein größter Wunsch
Barbara O'Connor ; aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Loewe (2025)
231 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9