Draculotta
Draculotta langweilt sich wahnsinnig, denn mit den Kreaturen der Nacht kann sie nicht richtig spielen. Die Geister lösen sich ständig in Luft auf, die Zombies wollen nur zu Beerdigungen und selbst die Fledermaus Nicole, ihr Haustier, ist lieb, aber
langweilig. Draculotta will eine Freundin, die ihr den Rücken kratzt und sie immer gewinnen lässt. Also laden die Vampir-Eltern die Zauberfliege Mortadella ein, die Wünsche erfüllen kann. Mortadella beauftragt Draculotta, ein Bild von ihrer Wunschfreundin zu malen, aber Draculotta gibt sich wenig Mühe und das Ergebnis des Zaubers ist ernüchternd: Die magische Freundin ist grau, schlecht gelaunt und kratzbürstig. Die Mädchen verstehen sich schlecht – Draculotta kommandiert „Igeline“ herum und es endet in einer Prügelei, bei der die Eltern eingreifen müssen. Was nun? Abschaffen können sie die neue Freundin nicht mehr. Aber vielleicht können die Mädchen ja gemeinsam anderen auf die Nerven gehen? Gesagt, getan, und schon bald sind Draculotta und Igeline ein Spitzenteam, wenn es darum geht, Werwölfe, Skelette und die anderen Wesen der Nacht zu ärgern … – Ein schräges, unangepasstes und unterhaltsames Erstlesebuch für Kinder ab 7, die gerne Grusel- und Freundschaftsgeschichten mögen. Angenehm moralinfrei und ein klein wenig morbide – gerne empfohlen!
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Draculotta
Danielle Chaperon ; Deutsch von Lisa-Marie Lutz ; mit Bildern von Baptiste Amsallem
Verlag Friedrich Oetinger (2025)
Oetinger SPLASH
48 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7
Auszeichnung: Erstlesebuch des Monats