Schascha und der Buchspazierer
In der Kinderbuchversion von "Der Buchspazierer" (BP/mp 21/146) erzählt Carsten Henn die Geschichte aus Sicht der neunjährigen Schascha. Jeden Abend sieht sie Carl, der loszieht, um Bücher an seine Stammkunden auszuliefern. Schließlich beschließt
das Mädchen, ihn zu begleiten, was er zunächst nur widerwillig zulässt. Doch schon bald entwickelt sich eine Freundschaft, und das auch zu den Kunden des Buchspazierers, die vielfach von Einsamkeit und ihren eigenen Schwierigkeiten erdrückt sind. Durch die beiden ungleichen Buchspazierer kann so manches Problem angegangen werden. Doch Schaschas alleinerziehender Vater sieht die Spaziergänge mit dem fremden Mann mit Sorge. Er erwirkt, dass Carl gekündigt wird und verletzt ihn sogar. Aber am Ende hört er seiner Tochter zu und erkennt, dass der Buchspazierer keine Bedrohung ist, sondern eine Bereicherung für seine Tochter, ebenso wie die neuen Freunde. Gemeinsam finden sie neue Möglichkeiten, wie das Buchspazieren weitergehen und Carl eine gute Aufgabe behalten kann. – Sehr schöne kindgerechte Adaption mit ansprechenden Illustrationen für junge Lesende ab 9 Jahren, als Vorlesebuch auch schon früher geeignet. Allen Beständen empfohlen.
Dorothee Rensen
rezensiert für den Borromäusverein.
Schascha und der Buchspazierer
Carsten Henn ; mit Bildern von Annelie Schulze
Verlag Friedrich Oetinger (2026)
169 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9