Wir Kinder im Zug
Die Geschichte erzählt von 120 Kindern, die infolge eines Krieges wochenlang in einem Zug Schutz finden und wohnen. Dort spielt sich ihr tägliches Leben ab: Essen, Kindergarten, Schule, Spielen. Da ist der liebe Zugführer, die patente Köchin und
die Lehrerinnen. Immer sonntags sehen sie ihre Eltern, wenn der Zug für sechs Minuten auf einer Brücke hält und sie ihnen zuwinken können. Die Stadt ist zerstört, die Papas bauen sie wieder auf. Brückners unaufdringliche Bilder geben auch farblich die Stimmungen wieder. Hell und leicht malt sie das Leben im Zug. – Hensgen und Brückner schaffen ein feinfühliges Buch über das Leben von Kindern zu Kriegszeiten. Es zeigt einerseits die Geborgenheit und Wärme im Zug und untereinander und hinterlässt dennoch ein beklemmendes Gefühl angesichts der realen Bezüge. Empfehlenswert, da es Kinder im Gespräch mit Erwachsenen für das Schicksal Gleichaltriger in Kriegsgebieten sensibilisieren kann.
Melanie Schubert
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wir Kinder im Zug
Andrea Hensgen ; Hannah Brückner
Peter Hammer Verlag (2025)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4