Ich wäre gern ein Baum
Der Ich-Erzähler wünscht sich, ein Baum zu sein. Auf vielen Seiten malt er sich aus, was er alles bieten könnte: Behausungen für Vögel und Mäuse, Spielmöglichkeiten und Schutz für die Geschwister, ein Rückzugsort für die Eltern, einen festen
Platz für sich selbst. Am Ende wird deutlich, woraus diese sehr einfühlsamen, fast träumerischen und in zarten Farben illustrierten Wünsche sich nähren: die Familie zieht um und es scheint nicht das erste Mal zu sein. Der Protagonist als das mittlere Kind scheint nicht glücklich damit zu sein, doch es gibt Hoffnung: in einem Topf nimmt er einen kleinen Setzling mit; er pflanzt ihn am Zielort ein und schlägt damit selbst erneut zarte Wurzeln. – Die Ausgangslage des Jungen lässt sich auf viele Situation übertragen, die einem Kind begegnen. Das Bild eines starken, verwurzelten Baumes ist gut nachvollziehbar und vermittelt Geborgenheit und Hoffnung auf die Zukunft. Ein gerne empfohlenes Buch für ruhige und sensible Lesesituationen, anrührend und sehr schön anzusehen. Für Kinder ab 4 Jahren empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich wäre gern ein Baum
Andrea Hensgen ; Illustration: Hannah Brückner
Peter Hammer Verlag (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Auszeichnung: Religiöses Kinderbuch des Monats