Mit zitternden Händen
Billy und Dogge, Dogge und Billy – die beiden Jungen lernen sich auf dem Spielplatz kennen und werden die besten Freunde. Dogge, der im reichen Teil wohnt, dessen Eltern aber kaum Zeit für ihn haben. Billy, der aus einer Einwandererfamilie stammt,
die viel Liebe, aber kein Geld hat. Beide rutschen ab in die Kleinkriminalität, in Drogenhandel und Verbrechen. So laufen sie lange sozusagen parallel durchs Leben, doch irgendwann will Billy aussteigen aus dem kriminellen Milieu. Und dann ist er tot, per Kopfschuss getötet auf dem Spielplatz. Von Dogge. Malin Persson Giolito erzählt die Geschichte einer Freundschaft, von Jugendkriminalität, Familie und fehlender Liebe. Auf verschiedenen Zeitebenen zeigt sie die Leben und Entwicklung der beiden Jungen auf, ihr Umfeld, ihre Eltern, besonders die Mütter, die Brutalität des kriminellen Milieus, die vergeblichen Bemühungen der Polizei. Keine einfache Lektüre, dennoch empfehlenswert.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Mit zitternden Händen
Malin Persson Giolito ; Übersetzung aus dem Schwedischen von Thorsten Alms
Lübbe (2023)
446 Seiten
fest geb.