Brombeerblaue Tage
Elisa ist eine in ihrer Branche anerkannte Landschaftsarchitektin, aber als Freiberuflerin in einem ständigen Kampf um Aufträge. Ausgerechnet in der wichtigen Phase eines Projektantrags bittet ihr Vater sie, sich um sein Haus auf der Insel Rügen
zu kümmern, während er im Krankenhaus ist. Der Vater hatte einst die Familie verlassen, als Elisa acht war, und seitdem nur noch sporadisch Kontakt mit seiner Tochter. Eliza fährt dennoch nach Rügen und findet ein heruntergekommenes Haus ohne jeglichen Komfort und einen verwahrlosten Garten vor. Die Sorge um den Vater, das Leben in dem maroden Haus, natürlich ohne Internet, mit einem alten Hund und ihre Arbeit an dem Projekt bringt sie an den Rand ihrer Kräfte. Vor einem Zusammenbruch bewahren sie die Begegnungen mit der Pflanzenwelt und ein Projekt von Frauen. Eine Art moderndes Märchen von einer erfolgreichen Frau aus dem hektischen Berlin, die auf dem Land ihr eigentliches Lebensziel findet. Warmherzige, leichte Lektüre.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Brombeerblaue Tage
Simone Veenstra
Rowohlt Wunderlich (2026)
299 Seiten : Illustrationen
fest geb.