Briefe an Moa
Nach dem Tod ihrer Großmutter erbt Moa deren schöne Altbauwohnung in Stockholm. Eigentlich ist die junge Frau drauf und dran, mit ihrem Lebensgefährten in eine topmoderne Eigentumswohnung zu ziehen. Er muss aber immer öfter geschäftlich nach Barcelona
und wenn er mal zuhause ist, fühlt sich Moa von ihm vernachlässigt. Lieber beschäftigt sie sich mit der Einrichtung in Omas Wohnung. Sie möchte sie schön herrichten für den Besuch des Maklers, der sie zum Verkauf stellen wird. Aber je mehr Zeit sie in der Wohnung verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie diese gar nicht hergeben will. Beruflich und beziehungstechnisch weiß sie auch nicht, wie es weitergehen soll. Außerdem muss sie sich um den Hund von Oma kümmern. - Die Anfang-Dreißigerin plagen Zweifel an ihrem Berufsweg, ihrem Beziehungsstatus, ihrer Familie und ihrem Zuhause. Nach und nach wird ihr klar, was für sie im Leben wirklich zählt. Parallel zur Haupterzählung erfährt Moa durch Briefe und Tagebucheinträge viel über das dramatische Schicksal ihrer verstorbenen Oma, die als junge Frau während des Zweiten Weltkriegs als Spionin gewirkt hat. Der dritte ins Deutsche übersetzte Roman der Schwedin Jenny Fagerlund ist ein leichter feel-good-Roman, mit einem Setting wie in der in Schweden gedrehten ZDF-Reihe „Inga Lindström“ oder den Romanen von Cecelia Ahern.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Briefe an Moa
Jenny Fagerlund ; aus dem Schwedischen von Alina Becker
DuMont (2022)
334 Seiten
fest geb.