Stellt mir eine Frage
Im New Yorker Stadtteil Brooklyn treffen sich in den fünfziger Jahren einige aus Polen stammende Juden, die den Holocaust überlebt haben. Sie sitzen in ihrem Stammcafé, debattieren über Gott und die Welt, den Korea-Krieg, Rassismus, Baseball und
Probleme mit Frauen; sie suchen Argumente für und gegen das Heiraten, erzählen sich Witze und versuchen, sämtliche Weltprobleme zu lösen. Archie Feinstein, der Taxifahrer, leidet unter seiner boshaften Ehefrau, bis er sich endlich entschließt, sie zu verlassen; Meyer Woolf führt eine glückliche Ehe, aber seine Sonya liegt im Krankenhaus und stirbt. Izzy, der Boxer, ist unverheiratet und hat Sexprobleme, die er bei Prostituierten abzureagieren sucht. Der ständige Schlagabtausch zwischen den Männern, all die kleinen und großen Geschichten, die sie sich erzählen, werden von aberwitzigem Humor begleitet, von einfachen jüdischen Späßen bis zu bitter vorgetragenen antisemitischen Witzen, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Ein äußerst gelungenes Stimmungsbild jüdischen Lebens im New York der fünfziger Jahre. (Übers.: Silvia Morawetz)
Ileana Beckmann
rezensiert für den Borromäusverein.
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Steven Bloom
Wallstein (2009)
159 S.
fest geb.