Martin & Jack
Schweden, 1910. Eine harte Zeit voller Grausamkeiten und Entbehrungen beschreibt die Autorin Frida Nilsson in ihrem neuen Abenteuerroman für Kinder. Der zehnjährige Martin lebt als Pflegekind bei dem strengen Bauern Pär Pärsson. Als dieser den
einäugigen Hofhund Jack auf die Straße setzt, ergreift Marin die Chance und büxt mit ihm zusammen aus. Auf ihrer abenteuerlichen Reise geraten die beiden an eine mafiöse Hundebande, müssen selbst lügen und betrügen, um zu überleben, und stellen am Ende fest, dass die größten Träume in der Realität oftmals gar nicht so sind, wie man sie sich vorgestellt hat. – Dieses so düstere und zugleich warmherzige Buch ist wirklich außergewöhnlich und hallt noch lange nach. Es ist beeindruckend, wie die Autorin es geschafft hat, so viele schwere Themen wie Alkoholismus, Gewalt und soziale Ungerechtigkeit in eine spannende und kindgerechte Geschichte zu verpacken. Dass darin die Hunde wie Menschen agieren, ja sogar lesen und sprechen können, nimmt dem harten sozialen Realismus die Schärfe und verleiht dem Ganzen eine Prise Magie. Unbedingt hervorzuheben ist außerdem die wunderschöne, hochwertige Gestaltung des Buches.
Franziska Knogl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Martin & Jack
Frida Nilsson ; aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger ; mit Bildern von Torben Kuhlmann
Gerstenberg (2024)
370 Seiten : Illustrationen, Noten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11