Tief unter der Alb
Die Fotografin Laura hat endlich wieder einen Auftrag. Sie soll den Wissenschaftler Lasse Keyes zu einer siebentägigen Expedition in die unerforschte Höhlenwelt in der schwäbischen Alb begleiten und dies mit ihrer Kamera dokumentieren. Ihr ist zwar
etwas mulmig aufgrund ihrer leichten Klaustrophobie, aber sie ist mutig und verlässt sich auf ihren Begleiter, der dies angeblich schon öfter gemacht hat. In der Höhle verläuft zunächst alles gut und auch ihre Klaustrophobie hat sie im Griff. Doch plötzlich ist Lasse verschwunden. Laura kann ihn nirgends finden. Als sie sich damit abgefunden hat, beginnt die Suche nach dem Ausgang aus dem Höhlenlabyrinth. Sie hat keine Orientierungsmöglichkeiten, kein Handyempfang und irgendwann gehen auch ihre Essensvorräte zu Ende. In der Höhle erlebt sie die schlimmsten Tage, hat Angst, Panikattacken und Wahnvorstellungen. Doch sie gibt nicht auf. Derweil bemerkt ihr Exfreund, dass Lauras Partner nicht der ist, für den er sich ausgibt, sondern ein in den Niederlanden gesuchter Psychopath und alarmiert Lauras Bruder und Vater. Die beiden machen sich sofort auf die Suche nach ihr. – Das Buch ist ein richtiger Pageturner. Die Autorin vermittelt den Lesenden das Gefühl, mit Laura verzweifelt den Ausgang aus der Höhle zu suchen. Sehr empfehlenswert.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Tief unter der Alb
Linda Graze
Gmeiner (2024)
377 Seiten
kt.