Papst Leo XIV.
Der Autor dieses ersten deutschen Buches über Papst Leo XIV. ist Redaktionsleiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan (Vatican News), dementsprechend ist es auch eine journalistische Annäherung an den neuen Papst, die eigene Eindrücke
nicht ausklammert, sondern ganz bewusst einbezieht: der Augenblick des "Habemus papam" am 8. Mai auf dem Petersplatz wird zu Beginn des Buches ganz aus eigenem Erleben heraus und so sehr lebendig und farbig geschildert. Es schließen sich Überlegungen an, ob oder inwieweit der erste nordamerikanische Papst als eine Art "Anti-Trump" zu verstehen sei. Danach widmet sich von Kempis dem bisherigen Lebenslauf von Robert Francis Prevost – soweit man in wenigen Tagen eben recherchieren konnte, doch werden in jedem Fall bereits einige Charakterzüge und Vorstellungen dieser Persönlichkeit erkennbar, gerade im Einsatz des jungen Augustiners als Missionar in Peru, der nach einem Intermezzo als Generalprior der Augustiner schließlich als Bischof nach Peru zurückkehrt – bis Papst Franziskus ihn 2023 an die Kurie nach Rom holt. Die nächsten Kapitel widmen sich dem zu Ende gehenden Pontifikat von Papst Franziskus und der spannenden Frage nach einem Nachfolger vor und im Konklave. Schließlich geht es um die ersten Schritte des neuen Pontifikates, die Konturen, die sich aus Leos erstem Auftreten ableiten lassen, sowie die vielen Baustellen, die den neuen Papst erwarten. Dem gut lesbaren Text sind etliche Farbfotos beigegeben. Breit einsetzbar und empfohlen! – Siehe auch Batlogg: Leo XIV. (in diesem Heft).
Thomas Steinherr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Papst Leo XIV.
Stefan von Kempis
Patmos Verlag (2025)
153 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.