Endling

Beunruhigt reist Zoe, von ihrer Mutter herbeigerufen, nach Frankfurt. Es ginge um Tante Auguste, die seit Jahren das Haus nicht mehr verlässt. Wie nebenbei erfährt man, dass die Geschichte im Jahr 2041 spielt. Mehrere Pandemien haben gewütet, die Endling Klimaerwärmung ist vorangeschritten - und an Deutschlands Spitze steht eine faschistische Regierung, die Frauenrechte massiv einschränkt. Zoe ist Biologin, in ihrer Freizeit berät sie Frauen im illegalen Nachtschwärmer-Forum. Auch Auguste ist Biologin. Jetzt arbeitet sie eingeigelt in ihrer Wohnung weiter. Auguste macht sich Sorgen um ihre verschwundene Freundin Sophie, die ihre Vorträge zu Matriarchatsstudien absagen musste. Sie wollte in ein Frauendorf in den Dolomiten. Zusammen mit Zoes Schwester Hanna machen sie sich auf die Suche - und geraten in der Mitte des Buches in eine Art Jurassic Parc des Grödnertals. - Der Roman steht zunächst fest auf der Realitätsebene. Umso überraschender, als die Naturwissenschaftlerinnen mit der skandinavischen Sagenwelt konfrontiert werden! Ich-Erzählerin Zoe leitet ihre Leser:innen, indem sie sich stellvertretend Fragen zur Plausibilität der Phänomene stellt. Und so überlässt man sich ihr gerne, gespannt, wie sich die Geschichte erklären wird. Ein großartiger feministischer Lesespaß!

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Endling

Endling

Jasmin Schreiber
eichborn (2023)

333 Seiten : Illustration
fest geb.

MedienNr.: 617525
ISBN 978-3-8479-0145-7
9783847901457
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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