Warum schmecken Maulberren am besten nackt?
Schon der Titel gibt den Ton an: Persönlich und locker kommt dieses Buch daher, doch es ist keineswegs eine oberflächliche Plauderei, die sich auf die Welle der Nutzpflanzen-Bücher schwingt. Das Buch plaudert mit Tiefe und Wissen. Gegliedert nach
den Jahreszeiten werden auf mindestens einer Doppelseite bekannte aber auch ungewöhnliche Nutzpflanzen vorgestellt, häufig mit einer persönlichen Geschichte gewürzt. Da findet sich die Linde neben dem Radieschen, der chinesische Surenbaum neben Za'tar Parsi, die Pastinake neben Peruanischem Salbei. Was muss man als Gärtner beachten? Was kann man von der Pflanze nutzen? Dazu zuweilen Geschichtliches und immer wieder auch Rezepte. Dieses Buch lädt zum Plündern des eigenen Gartens oder des Balkons ein, aber auch zum Erwerb vieler Pflanzen, die man liebevoll pflanzt und später plündert - wenn der Platz reicht. Empfohlen für alle Bestände.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Warum schmecken Maulberren am besten nackt?
Ute Woltron
Brandstätter-Verl. [u.a.] (2013)
159 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.