Die letzten Tage unserer Väter
Paris 1940: Paul-Emile verlässt seine Heimat, um sich in London dem britischen Geheimdienst anzuschließen. Die Abteilung „SOE“ soll in Frankreich die deutschen Besatzungsmächte beobachten und deren Arbeit sabotieren. Fortan trägt Paul-Emile
den Kampfnamen „Pal“. Während seiner Ausbildung lernt er seine Mitstreiter/-innen kennen, die ganz unterschiedliche Herkünfte und Hintergründe haben, sich aber bestens ergänzen. Besonders Laura hat es Pal angetan und die beiden werden trotz der widrigen und gefährlichen Umstände ein Paar. Pals Vater weiß nichts von seiner Agententätigkeit und vermutet seinen Sohn in Genf. Als Banker soll er in der Schweiz tätig sein. Die Postkarten, die Pal ihm regelmäßig nach Paris schickt, sind kostbare Schätze. Doch die deutschen Truppen rücken immer weiter nach Paris vor und Pal hat Angst um seinen Vater. Als er in die Hauptstadt reist, um seinen Vater in Sicherheit zu bringen, gerät er ins Visier deutscher Ermittler. Nun muss er sich entscheiden: Für den Vater - oder für seine Freunde beim SOE. Bereits 2010 erschien der Debütroman von Erfolgsautor Joël Dicker auf Französisch, nun ist auch die deutsche Übersetzung auf dem Markt. Schauspieler Torben Kessler liest die Romanvorlage ungekürzt und sorgt für mehr als zwölf Stunden spannende Unterhaltung mit Anspruch. Pal steht im Mittelpunkt der Handlung, doch die Freundschaft der inzwischen ehemaligen Agent/-innen hält auch über das Kriegsende hinaus. Sehr zu empfehlen.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Die letzten Tage unserer Väter
Joël Dicker ; gelesen von Torben Kessler ; aus dem Französischen von Amelie Thoma und [einer weiteren]
Osterwold audio (2022)
2 mp3-CDs (circa 768 min)
mp3-CD