Die schönere Lüge
Meadow möchte Filme machen. Begeistert von Filmregisseur Orson Welles zieht sie für 9 Monate zu ihm – eine Liebesgeschichte, die mit seinem Tod endet. Nun ist Meadow bereit für den Dreh eigener Filme. Im Gegensatz zu ihrer Freundin Carrie, die
mit vorhersehbaren Komödien erfolgreich wird, sucht Meadow nach mehr – sie möchte bewegen und aufrütteln. Wie zum Beispiel in ihrem Film über "Nicole", eine Frau, die am Telefon Männer betörte und sich am Ende in einen ihrer Gesprächspartner verliebte. Doch Meadows Filme werden missverstanden, zerstören statt heilen. – Das Buch erschien bereits 2016, wurde erst jetzt ins Deutsche übersetzt. Faszinierend ist das Spiel mit verschiedenen Schreib-Perspektiven. Zwei Freundinnen, zwei sehr unterschiedliche Wege in Bezug auf das Film-Business. Sinnlich und mit viel Filmwissen garniert ist die Geschichte vielschichtig, kritisch, stimmt nachdenklich, passagenweise aber auch etwas ratlos.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Die schönere Lüge
Dana Spiotta ; aus dem Amerikanischen von Miriam Mandelkow
Kjona Verlag GmbH (2025)
301 Seiten
fest geb.