Die April-Toten
Glasgow im Jahre 1974, es gibt Spannungen zwischen Großbritannien und der IRA. Der Amerikaner Andrew Stewart wendet sich in einem Glasgower Pub an den Polizisten Harry McCoy und bittet ihn um Hilfe bei der Suche nach seinem Sohn Donny, der sich unerlaubt
von einer US-Marinebasis entfernt hat. McCoy lässt sich überreden, muss sich aber zunächst mit der Entlassung seines kriminellen Jugendfreundes Stephie Cooper aus dem Gefängnis auseinandersetzen, der ihn um Hilfe bittet. Zeitgleich wird Glasgow von einer Welle von Bombenanschlägen heimgesucht. Für den Detective wird es schließlich ein Kampf gegen Korruption in den eigenen Reihen, eine schottische nationalistische Bewegung, die geheime britische Spezialeinheit, seine gesundheitlichen Probleme und eine Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt. – Der vierte Fall von Alan Parks Detective Harry McCoy erzählt vom Niedergang der Stadt Glasgow in den 1970er Jahren, vom Nebeneinander von Gewalt und Recht, von Armut und Reichtum. Atmosphärisch dicht, lebendig und mit psychologisch gut gezeichneten Charakteren entwickelt der Autor einen spannenden Kriminalfall, der tief in die gesellschaftlichen und politischen Konflikte der Zeit eintaucht und die Leser in das kriminelle Milieu und die schmutzigen Hinterhöfe Glasgows entführt. Ein effektvoller Thriller, empfohlen für Leser und Leserinnen anspruchsvoller Kriminalliteratur.
Günther Freund
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die April-Toten
Alan Parks ; aus dem schottischen Englisch von Conny Lösch
Polar Verlag (2024)
444 Seiten
fest geb.