Dragobert von Bröckelstein

Fans von feuerspeienden Drachen, edlen Rittern und wilden Räubern kommen bei dieser märchenhaften Geschichte voll auf ihre Kosten! Ritter Georg bewohnt mit seinem Hofstaat eine baufällige Burg. Von einer Jagd bringt er ein Drachenei nach Hause und Dragobert von Bröckelstein nimmt den Findling liebevoll als Ziehsohn an. Doch der ungehobelte Räuber Raffzamm entführt den kleinen Drachen, um Lösegeld zu erpressen. Dieser Plan geht nicht ganz auf, denn Dragobert - so heißt der Drache - gelingt es, zu fliehen. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Petronella, die Räubertochter mit der frechen Schnauze. Den beiden Kindern ist es zu verdanken, dass am Ende alles gut ausgeht: Die Räuberfamilie lebt zukünftig mit auf dem Schloss. Fazit: Die Liebe lässt alle Standesunterschiede unbedeutend werden. - In die Erzählung sind einige Lieder und Gedichte in Reimform eingestreut. Auffallend ist die häufige Verwendung von Begriffen, die nicht zum Standard-Wortschatz von Grundschulkindern gehören, wie z.B. "Muckefuck", "Kemenate", "Kokolores", "Mumpitz", "Dämlack". Die unflätige Gossensprache der Räubertochter ist dialektal gefärbt. Grundsätzlich sind einige Szenen und Ausdrücke nichts für Zartbesaitete: Da wird z.B. von getöteten Jungfrauen berichtet und von Würmern, denen ein verhungerter Drache als Festmahl dient. Die Figuren beschimpfen sich u.a. als "Ohrenplage", "Rabenaas", "Döskopp", "Nichtsnutz" und "Hornochse". Die dünne Schriftart auf farbigem Umweltpapier führt zu einer etwas erschwerten Lesbarkeit. Die Handlung ist jedoch ereignisreich und spannend.

Franziska Knogl

Franziska Knogl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Dragobert von Bröckelstein

Dragobert von Bröckelstein

Brigitte Endres ; mit Illustrationen von Mele Brink
Edition Pastorplatz (2022)

101 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 611549
ISBN 978-3-943833-58-4
9783943833584
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 7
Systematik: KE
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