Nie wieder Frühling
Als Grandma noch fit ist, macht sie mit Ben lange Spaziergänge und gibt ihr Wissen und die Liebe zur Natur an ihn weiter. Ben ist stolz auf sie. Dann kommt die Zeit, wo sie krank wird und viel im Bett liegt. Ben macht sich Sorgen, vor allem als Onkel
Bob und seine Eltern sie in einem Heim unterbringen wollen. Doch Grandma weigert sich. Und dann stirbt sie. Sie wollte auch nicht konserviert werden nach ihrem Tod; als deswegen jemand kommt, wächst Ben über sich hinaus und verhindert es. Statt in die Schule zu gehen, läuft er am nächsten Tag in die von Grandma so geliebte Natur und beginnt – auch mit Hilfe von Rahel, die neben ihm wohnt – zu verstehen, dass es auch nach Grandmas Tod wieder Frühling wird. – Sparsam erzählt, kein Wort zu viel, und doch entsteht beim Lesen eine dichte Atmosphäre, die tief berührt. Die Illustrationen von Kerstin Marie Backes in zurückhaltenden Farben sind mal mehr eine Seitenverzierung mit Naturmotiven, mal sind es ganzseitige Bilder, die eindrücklich das Geschehen verstärken. Die Thematik ist vielschichtig, ohne die Erzählung zu überlasten: es geht um den Tod geliebter Menschen, um den Tod an sich und wie wir damit umgehen, um Respekt vor anderen Menschen, um den Klimawandel, um Mut und Selbstvertrauen und um Stärke, die andere Menschen vermitteln. – Dringend allen Beständen empfohlen!
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Nie wieder Frühling
Sarah Knausenberger & Illustration: Kerstin Marie Backes
KUNSTANST!FTER (2025)
43 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10