Die Frauen vom Café Núria
Drei Generationen von Frauen erzählen über ihr Leben in Barcelona. Da ist Mundeta, die Ende des 19. Jh. heiratet und der höheren Gesellschaft angehört. Nach dem Tod ihres Mannes geht sie gerne gemeinsam mit ihrer Tochter, die ebenfalls Mundeta
heißt, ins Café Nuria. Bei einer Tasse Schokolade trotzt sie dem Bürgerkrieg, der im Spanien der Dreißigerjahre tobt. Und schließlich ist da noch die Enkelin, die sich zwanzig Jahre später einem Studentenwiderstand anschließt und gegen das Franco-Regime kämpft. Doch eines ist allen drei Frauen gleich: Sie müssen sich in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten... - Das Buch der mittlerweile verstorbenen Autorin ist bereits 1972 erschienen und wurde jetzt wieder neu aufgelegt. Es ist der Beginn einer Barcelona-Trilogie. Die Geschichte wird aus wechselseitigen Perspektiven erzählt, teils in der Ich-Botschaft, teils in der dritten Person. Das macht es manchmal etwas schwierig. Für alle, die sich für Frauenbewegung und neueste Geschichte interessieren. Und da die Unterdrückung der Frauen leider längst noch nicht beendet ist, ist das Buch natürlich auch heute noch aktuell.
Tanja Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Frauen vom Café Núria
Montserrat Roig ; aus dem Katalanischen von Ursula Bachhausen und [einer weiteren]
Verlag Antje Kunstmann (2024)
Die Barcelona-Trilogie
218 Seiten
fest geb.