Paris Noir
12 ganz unterschiedliche Kurzgeschichten aus verschiedenen Blickwinkeln, brutal, nostalgisch, poetisch, finster, wahnwitzig - der Leser folgt gebannt den in Frankreich bekannten Autoren durch die Stadtviertel von Paris an die Schauplätze von Verbrechen.
Er liest vom Chauffeur, der davon träumt, seine große Liebe, eine Prostituierte, zu retten; vom Chinesen, der die berühmte französische Küche kosten möchte, bis ihm klar wird, dass er selbst auf dem Speiseplan steht; von der schönen Träumerin Layla, die in einem Leichensack endet; vom jungen gebildeten und höflichen Araber, der seinen Frust aber nur mit Gewalt ausdrücken kann; vom einsamen Privatdetektiv, der an Weihnachten Gesellschaft in einem Bistro sucht und ein Verbrechen beobachtet, und schließlich von Monsieur Robert, der noch immer in der Zeit der deutschen Besatzung lebt und Tötungsfantasien hat. Es sind großartige Stories vor allem für Paris-Liebhaber, die eine Stadt jenseits des Glamour zeigen und der besonderen Atmosphäre nachspüren. Dieser Band ist der Beginn einer neuen Reihe von "Noir"-Anthologien, die unterschiedlichen Städten gewidmet werden, so z.B. als nächstes Berlin. Ein literarischer Leckerbissen! (Übers.: Zoë Beck, Karen Gerwig, Jan Kartsen & Martin Spiess)
Ileana Beckmann
rezensiert für den Borromäusverein.
Paris Noir
[Marc Villard ...]
Culturbooks (2017)
342 S. : Kt.
kt.