der letzte seiner art

Der junge Zoologe Gus wird 1835 Zeuge eines Massakers an Riesenalken. Diese flugunfähigen Seevögel, die den Pinguinen ähnlich sahen, wurden vielseitig genutzt – von den Daunen über die Eier bis hin zu ihrem Fleisch – und deshalb bis zu ihrer der letzte seiner art Ausrottung gejagt. Gus fischt ein Exemplar aus dem Meer und „Prosp“, wie er den schließlich Letzten seiner Art nennt, wird für ihn mehr als ein Forschungsobjekt. Er meint, eine Freundschaft entstehen zu sehen, vermenschlicht ihn, indem er seine Laute und Bewegungen deutet, und steht doch immer wieder verständnislos vor dem Fremden. Und während das Leben des Menschen sich schicksalhaft an das Tier bindet, ist das Tier zugleich isoliert, einsam und zu einem artfremden Leben verdammt. Was bedeutet es, wenn eine Art ausstirbt? Das ist das Thema dieses Buch, das den „Prix Goncourt animaux“ gewonnen hat, der den Einsatz eines Buches für das Tierwohl auszeichnet. Trotz mancher Wiederholungen lesenswert.

Ruthild Kropp

Ruthild Kropp

rezensiert für den Borromäusverein.

der letzte seiner art

der letzte seiner art

Sibylle Grimbert ; aus dem Französischen von Sabine Schwenk
Eisele (2023)

251 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 615383
ISBN 978-3-96161-168-3
9783961611683
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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