Etwas Leichtes
„Etwas Leichtes“ wünscht sich die kinderlose Leo nach der Scheidung von ihrem Mann Jakob – nicht zum Nachtisch, sondern in ihrem Liebesleben. Findet sie die Leichtigkeit im regelmäßigen Sex mit dem Gemüsehändler Adam aus der Nachbarschaft?
Oder eher bei den Dates mit dem Geschäftsmann Konrad, den sie über eine Dating-App kennengelernt hat? Und sollte sie sich nicht eigentlich mehr um ihre Freundin Caro kümmern, die gerade ihr drittes Kind erwartet? Oder mehr Zeit mit der deutlich älteren Heide verbringen, einer Bekanntschaft von der Rollschuhbahn? Und schleicht sich nicht Frederic, das flauschige Kaninchen aus dem Tierheim, das Leo leitet, ganz heimlich in ihr Herz? – Es sind bewährte Zutaten, auf die Eva Lohmann versiert auch bei ihrem dritten Roman setzt: moderne Beziehungskonstellationen, authentisch gestaltete Protagonistinnen mit viel Identifikationspotenzial für weibliche Leserschaft, urbanes Milieu und eine eingängige, unterhaltsame Erzählweise mit leicht ironischem Unterton. Zugleich finden sich im Buch anregende Reflexionen über Kinderlosigkeit und Mutterschaft, Auszeiten von der familiären Care-Arbeit und geschützte Räume, in denen sich Frauen nur um sich selbst und umeinander kümmern können.
Slávka Rude-Porubská
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Etwas Leichtes
Eva Lohmann
Eisele (2026)
237 Seiten
fest geb.