Jefferson

Jefferson unter Verdacht. Eigentlich hatte der junge Igel mit großem Namenspatron und einem Faible für Abenteuerliteratur nur einen Friseurtermin, aber als er im Salon "Delikate" ankommt, findet er den Inhaber, Herrn Edgar, Jefferson nur mehr tot vor. Offensichtlich wurde er erstochen. Jefferson will helfen, wird aber von einer blöden Ziege (wörtlich zu nehmen) für den Mörder gehalten. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er nun den wahren Täter finden. Schnell wird klar, dass die Spur in die Menschenwelt führt, und so reist Jefferson inkognito mit einer tierischen Reisegesellschaft nach Domburg. Denn interessanter Weise hat sich Herr Edgar dort regelmäßig aufgehalten - Jean-Claude Mourlevat erzählt einen unterhaltsamen Tier(schutz)-Krimi. Er wechselt zwischen lustigen, klamaukigen Szenen und überraschender Drastik und Dramatik. Schließlich sehen sich die tierischen Helden (und Lesenden) mit der Massentierhaltung der menschlichen Welt konfrontiert. So ist der Stoff hochaktuell, der Erzählton wirkt dabei jedoch etwas anachronistisch. Die ganzseitigen schwarz-weißen Bleistiftzeichnungen von Antoine Ronzon vermitteln mit Licht- und Schattensetzung schöne Film Noir-Atmosphäre. Besondere Spannung.

Anna Winkler-Benders

Anna Winkler-Benders

rezensiert für den Borromäusverein.

Jefferson

Jefferson

Jean-Claude Mourlevat ; mit Bildern von Antoine Ronzon ; aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2020)

220 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 601005
ISBN 978-3-96428-056-5
9783964280565
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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