Die Bäume des Hochmuts

Squire Vane besitzt eine ausgedehnte Gartenanlage an der Steilküste Cornwalls. Er lehnt jede Form von Aberglauben, wie er in der ländlichen Umgebung üblich ist, kategorisch ab. Auf seinem Grundstück wachsen drei riesige Pfauenbäume, von denen Die Bäume des Hochmuts gesagt wird, dass derjenige zu Tode kommt, der eine Nacht in ihrer Nähe verbringt. Eines Abends treffen sich in seinem Haus Freunde und Bekannte zum Dinner. Dabei kommt die Rede auch auf die scheinbar Fleisch fressenden Bäume. Um diese Mär zu widerlegen, begibt sich Squire Vane zu später Stunde in den Garten. Wenig später hört man den Schrei eines Pfaus. Am Morgen ist von dem Hausbesitzer nichts mehr übrig als ein Hut in den Ästen der Bäume. Die Anwesenden sind hin und her gerissen von dem Verschwinden ihres Gastgebers, manche von ihnen gehen von einem Mord aus und so werden einige deshalb dringend der Tat verdächtigt. Ein Polizeidetektiv von Scotland Yard vereinigt nun eine Kette von Indizien und schießt sich auf einen Arzt als sicheren Täter ein. Kurz bevor man diesen verhaften und vermutlich zum Tode verurteilen wird, taucht unvermittelt Squire Vane wieder auf. Für ihn war alles nur ein Scherz, um auf diese Weise zu zeigen, welcher Unsinn im landläufigen Aberglauben steckt. - Ein dünnes Büchlein, in dem Chesterton eine kleine Krimikomödie mit sehr britischem Humor zur Aufführung bringt. Schon etwas in die Jahre gekommen, aber dennoch unterhaltsam und empfehlenswert!

Josef Schnurrer

Josef Schnurrer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Bäume des Hochmuts

Die Bäume des Hochmuts

G.K. Chesterton
Steidl Nocturnes (2022)

112 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 613387
ISBN 978-3-96999-116-9
9783969991169
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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