Vom ersten Schnee bis zu den Perseiden

Als Crissi vier Jahre alt war, verstarb ihr Vater ganz plötzlich. Sie hat kaum noch Erinnerungen an ihn, was sich mit den Veränderungen des Schuleintritts zu einem Trauma entwickelt. Das Mädchen hat nahe Menschen in seiner Umgebung, die ihm helfen Vom ersten Schnee bis zu den Perseiden wollen, doch fällt es Crissi schwer, für ihren Kummer Worte zu finden. Sie beginnt mit ihrer Mutter einen Brief-Dialog, der sie Schritt für Schritt ihre Gefühle besser verstehen lässt. Die Mitteilung der Mutter, einen neuen Freund zu haben, bringt das Kind jedoch erneut in einen Konflikt. In diesem 5. Band der Crissi-Reihe (zuletzt: BP/mp 26/340) werden einige Themen behandelt, die für viele Heranwachsende relevant sein können: das Leben als Einzelkind bei einer Alleinerziehenden, der Schmerz um einen verlorenen Menschen, die neue Partnerschaft des Elternteils. Dass die Autoren am Mix aus Text, Bild und Collagen festhalten, macht es den jungen Lesern einfach, die vielen Perspektiven der Geschichte in den Blick zu nehmen. Besonders die Form der Korrespondenz mit der Mutter lässt bei der Lektüre die Entwicklung von Crissis Gefühlswelt nachvollziehen, so vielschichtig und kompliziert sie dem Mädchen auch erscheint. In dieser Form lässt man sich auf das emotionale Auf und Ab ein (ungeachtet der etwas kitschigen Darstellung) – junge Leserinnen finden hier womöglich Parallelen zu ihrer eigenen Situation und Wege durch schwierige Zeiten.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Vom ersten Schnee bis zu den Perseiden

Vom ersten Schnee bis zu den Perseiden

Joris Chamblain - Aurélie Neyret ; aus dem Französischen von Tanja Krämling
toonfish (2026)

Crissis Tagebücher ; Band 5
75 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 623921
ISBN 978-3-98721-738-8
9783987217388
ca. 17,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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