Supertoskana
Salomes Eltern kommen bei einem Unglück ums Leben und vererben ihr, neben vielen Aktien und Geld, auch ein Haus in der Toskana. Ihr Mann Filip möchte das Haus am liebsten verkaufen, doch Salomes Herz hängt plötzlich mehr daran, als sie selbst dachte.
Als sie auf der Beerdigung Jean wiedertrifft, lädt sie ihn und seine Frau Jacqueline kurz entschlossen in das Haus in die Toskana ein. Außerdem lädt sie noch ihren Freund Bernhard ein, der nach der Trennung von seiner Frau mit der junge Influencerin Chrissy zusammen ist. Überraschenderweise sind die beiden Eltern geworden und Salomes Katze, die von ihr sehr vergöttert wird, darf natürlich auch nicht fehlen. Schon bald führen die Eigenheiten dieser kleinen Urlaubsgesellschaft zu Spannungen: Jean kocht gerne, fühlt sich aber irgendwie ausgenutzt, Filip kommt nicht damit klar, dass er seiner Frau auf der Tasche liegt, Bernhard kann kaum mit seiner jungen Frau mithalten und ist genervt von dem schreienden Kind, wie auch manch anderer im Haus. Je länger die Ferien dauern, umso aufgeheizter wird die Stimmung, bis es zu einem Unwetter kommt. Max Klüng ist es gelungen, die Konflikte, die die unterschiedlichen Paare miteinander auf engstem Raum haben, in eine lustige Geschichte einzubetten. Er spielt mit den Geheimnissen und auch den Beziehungen untereinander. Für Spannung sorgt außerdem ein Fremder, der sich in der Nähre des Hauses herumtreibt und nichts Gutes im Schilde führt. Für alle Büchereien zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Supertoskana
Max Küng
Kein & Aber (2026)
490 Seiten
fest geb.