Wie Papagei Alex zum schlausten Vogel der Welt wurde
Allgemein bekannt ist, dass Papageien eine enge Beziehung zu Menschen aufbauen und das Sprechen erlernen können. Lange Zeit dachte man allerdings, dass es nicht über ein Nachplappern von erlernten Worten hinaus gehen könnte. Um so größer war 1986
die Fachwelt überrascht, dass der Graupapagei Alex Materialien unterscheidet, Formen und Farben erkennt und sogar im Zahlenraum bis acht rechnet. Diese herausragenden Sprach- und Gedächtnisleistungen erwarb er während einer dreißigjährigen intensiven Zusammenarbeit mit seiner Trainerin Irene Pepperberg. Das hat die Sicht auf die Intelligenz von Vögeln grundlegend verändert. Die Tierpsychologin kaufte Alex 1977 in einer Zoohandlung in Chicago und trainierte ihn bis zu seinem plötzlichen Tod 2007 täglich. Eine übersichtliche Zeittabelle im Anhang veranschaulicht den Lern- und Lebensweg des Graupapageis. Zum Schluss werden die Lesenden angeregt, die QR-Codes für weitere Nachforschungen zu nutzen. – Jessica Liedtke erzählt in der Reihe "Tierische Helden" entlang der Realität die Geschichte von Alex und seiner Irene. Die Autorin findet den richtigen Ton, um fiktiv in Alex' Gedankenwelt einzutauchen und darüber hinaus das Training unterhaltsam zu beschreiben. Deutlich wird vor allem die innige Beziehung, die zwischen Alex und Irene entstanden ist. Farbige Zeichnungen begleiten die Geschichte. Ein Lese- und Vorlesebuch für alle.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie Papagei Alex zum schlausten Vogel der Welt wurde
Jessica Liedtke ; illustriert von Christiane Fürtges
WooW Books (2024)
Tierische Helden nach wahren Geschichten! ; 2
55 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5