Der Schatten einer offenen Tür

Kommissar Alexander Koslow wurde aus Moskau in das abgelegene Ostrow geschickt, um eine Serie von Suiziden Jugendlicher aus einem Waisenhaus aufzuklären. Haben diese Suizide mit einer Reise der Waisenkinder nach Griechenland zu tun, die der Bürgermeister Der Schatten einer offenen Tür des Ortes spendiert hat? Während Koslow sich in den Fall einarbeitet und seiner Ehefrau hinterhertrauert, die sich von ihm getrennt hat, versucht der örtliche Polizeibeamte, den Fall abzuschließen. Dabei kommt ihm der Zufall zu Hilfe: Bei den Toten wird immer eine fremde DNA entdeckt, die sich als DNA des bekannten Querulanten und Eigenbrötlers Petjak herausstellt, der sich wunderbar als Sündenbock eignet. Als Koslow davon hört, schwant ihm, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugeht. Dann kommt es erneut zu einem Suizid, wieder wird Petjaks DNA gefunden – doch der saß zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft … – Der belarussische Autor Sasha Filipenko nutzt die Struktur eines Krimis, um auf die Situation der Heimkinder in Russland und Belarus aufmerksam zu machen. Seine Geschichte beruht auf realen Ereignissen, doch seine Figuren bleiben seltsam blass. Die Ermittler sind Karikaturen, von den Jugendlichen, die Suizid begehen, erfährt man so gut wie nichts; die einzige Figur, die etwas Tiefe hat, ist Petjak. Die Stimmung des Romans ist eher düster. Durchaus lesenswert, aber keine leichte Krimikost.

Der Schatten einer offenen Tür

Der Schatten einer offenen Tür

Sasha Filipenko ; aus dem Russischen von Ruth Altenhofer
Diogenes (2024)

269 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 620816
ISBN 978-3-257-07159-7
9783257071597
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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