Ein Pokal für den Schakal

Der Schakal rechnet fest damit, den ersten Preis für die beste Frisur zu erhalten, doch da hat er sich geirrt. Voller Neid und schwer gekränkt kreiert er einfach einen auf ihn selbst zugeschnittenen Preis. Leider suchen nun alle Tiere nach dieser Ein Pokal für den Schakal Form von Aufmerksamkeit und überbieten sich mit Preisverleihungen. Das entwertet natürlich den Preis des Schakals und er entwickelt einen üblen Plan, fliegt damit auf, kann das ganze aber noch geschickt umerzählen und initiiert letztlich ein wunderbares Fest, auf dem jeder jeden in seiner Preiswürdigkeit akzeptiert. So könnte die Geschichte wunderbar versöhnlich enden, doch die Großmannssucht des Schakals ist ungebrochen und er denkt sich ein goldenes Denkmal seiner Selbst aus. – Mit Kindern kann man sicherlich gut herausarbeiten, dass ein solches egozentrisches/narzisstisches Verhalten ein Miteinander zerstört und keinerlei Sinn hat. Auch die sehr lebendigen Illustrationen entlarven den Schakal als das, was er ist: ein eitler und verlogenener Schurke, der ausschließlich sein "BlingBling" im Sinn hat. Kinder ab 5 Jahren können mit diesem Buch gut darin unterstützt werden, ihre Lebenswelt besser zu verstehen und tragfähige Werte zu leben. – Gerne breit empfohlen.

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Ein Pokal für den Schakal

Ein Pokal für den Schakal

Jule Wellerdiek
NordSüd (2026)

[32] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 755582
ISBN 978-3-314-10749-8
9783314107498
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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