Die Fremde in meinem Haus

Vor 15 Jahren hat Susie ihre Tochter Sky zur Adoption freigegeben. Dass sie sich damals nicht ausreichend um ihre Tochter kümmern konnte, lastet noch heute schwer auf ihr. Deshalb ist es für sie ein großes Glück, als Sky mit ihr Kontakt aufnimmt. Die Fremde in meinem Haus Sky schildert, wie unglücklich sie in ihrer Adoptivfamilie ist, die sie unterdrückt und in ihrer Entwicklung einengt. Susie, glücklich verheiratet mit Gabriel und am Beginn einer vielversprechenden Musikkarriere, möchte alles tun, um ihrer leiblichen Tochter zu helfen und nimmt sie bei sich auf. Doch Sky entpuppt sich als manipulative Person, die Susie und Gabriel in kürzester Zeit an ihre Grenzen stoßen lässt. Als Lesende möchte man von Anfang an rufen: "Passt auf, das geht nicht gut". Der als Thriller bezeichnete Roman des englischen Autors, dessen ausgiebige Recherche zum englischen Adoptionsrecht zu erkennen ist, entpuppt sich als Familiendrama. Die kurzen Kapitel, die aus unterschiedlicher Sicht geschrieben sind, machen das Buch leicht lesbar.

Barbara Dorn

Barbara Dorn

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Fremde in meinem Haus

Die Fremde in meinem Haus

JP Delaney ; aus dem Englischen von Sibylle Schmidt
Penguin Verlag (2023)

381 Seiten
kt.

MedienNr.: 614843
ISBN 978-3-328-60288-0
9783328602880
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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