Priesterin von Thera
Thera/Santorin, 1600 v. Chr. Als Atala trotz einer von der Altpriesterin Kereste herbeibeigeführten Verletzung gemäß den Riten ihres Clans zur Jungpriesterin ernannt wird, ersinnt Kereste immer neue Intrigen, um statt Atala ihre Enkelin zur Jungpriesterin
zu ernennen. Dadurch geraten die beiden Familien in Zwistigkeiten. Kereste beauftragt Atala, eine Ziege zu opfern. Danach macht sie Atala für ein zufällig an der Opferstelle ausbrechendes Erdbeben verantwortlich. Kereste sorgt dafür, dass Atala für drei Jahre in den Norden verbannt wird. Atalas Familie gibt das Mädchen in die Obhut von Beran, einem hochrangigen Clanmitglied aus dem Norden, um sie auf der Reise dorthin vor Kerestes Handlangern zu schützen. Die beiden verlieben sich ineinander und kehren drei Jahre später in das von einem Vulkanausbruch verwüstete Thera zurück. – Das Autorenehepaar verarbeitet die über diese Zeit bekannten Fakten hinsichtlich der Lebens- und Denkweise der Menschen und ihrer militärischen Fähigkeiten zu einem spannenden Roman. Trotz mancher statisch bleibender Figuren beschreibt Iny Lorentz gekonnt die Mechanismen von Machtstrukturen, die menschliche Schwächen und Ängste ausnutzen.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Priesterin von Thera
Iny Lorentz
Knaur (2026)
505 Seiten
fest geb.