Wer mit den Toten spricht

Im zweiten Teil um die Sektionsassistentin Cassie Raven (Bd. 1 nicht bespr.) geht es mehr um Privates, doch bleibt die Rechtsmedizin nicht außen vor. Cassie, die bei ihrer Großmutter aufwuchs, erfährt, dass ihre Eltern nicht bei einem Autounfall Wer mit den Toten spricht ums Leben gekommen sind, als sie vier Jahre alt war, sondern dass ihre Mutter ermordet wurde und ihr Vater für diesen Mord ins Gefängnis kam. Jetzt ist er wieder draußen und sucht den Kontakt zu ihr. Rasch taucht die Frage auf: Hat ihr Vater den Mord wirklich begangen? Cassie taucht ein in die Vergangenheit ihrer Eltern, recherchiert, zieht einen Freund mit hinein, was bitter endet, und klärt den alten Fall wirklich auf. Die Autorin präsentiert eine ungewöhnliche und sympathische Protagonistin, die immer wieder mit Nachrichten von den Verstorbenen umgehen muss. Doch diese kurzen Anflüge von Mystik sind überschaubar und nicht prägend und beeinflussen nicht die spannend und fesselnd erzählte Geschichte. Eine Reihe, die man gerne weiterliest.

Ruthild Kropp

Ruthild Kropp

rezensiert für den Borromäusverein.

Wer mit den Toten spricht

Wer mit den Toten spricht

A. K. Turner ; aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger
Droemer (2022)

384 Seiten
kt.

MedienNr.: 611054
ISBN 978-3-426-28249-6
9783426282496
ca. 15,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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