Mo & Moritz
Als Mo einen Ausbildungsplatz in einem noblen Wiener Frisiersalon bekommt, da scheint er am Ziel seiner Wünsche angekommen. Dann taucht allerdings ein viel größerer Wunsch auf in Gestalt von Moritz, Kunde in diesem Salon. Mo spürt die enorme Anziehungskraft
dieses Jungen auf ihn, und als auch Moritz sich zu seiner Liebe zu Mo bekennt, scheint sein Leben fast perfekt. Doch da sind auch Mos muslimische Wurzeln. Vor allem bei seinem Bruder findet er abgrundtiefen Hass auf Homosexuelle und auf Juden – und Moritz ist Jude. Also verstrickt sich Mo immer tiefer in Lügen, um mit seinem Freund zusammen sein zu können. Zum größten Problem wird dabei sein Bruder, dessen Verstrickung in einen geplanten islamistischen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift er entdeckt. Der Konflikt, sich zwischen seiner Familie, seinem jüdischen Freund und seinen eigenen Wünschen entscheiden zu müssen, droht ihn zu zerreißen. Der Konflikt ist am Ende nicht gelöst, aber als Mo sich offen zu seiner homosexuellen Orientierung und seinen eigenen Wünschen bekennt, gibt es zumindest Hoffnung auf ein gutes Ende.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mo & Moritz
Julya Rabinowich
Hanser (2026)
219 Seiten
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 14