Bretonische Versuchungen
Eigentlich sollte Kommissar Dupin im dienstlichen Auftrag seine Phobie vor Bootsfahrten mit einer Konfrontationstherapie bekämpfen. Aber da wird er vom Boot direkt ins Schokoladen-Wunderland gerufen. Drei Geschwister betreiben eine hochklassige Manufaktur
und eine der Eigentümerinnen ist – wie makaber – im Schoko-Bottich ertrunken. Kommissar Dupin braucht viele "petit café" um sich für die anstrengenden Ermittlungen wachzuhalten, manchmal hilft zwischendurch auch ein edles Schokoladen-Doping. Denn, wie sich herausstellt, ist das Verhältnis der Geschwister dann doch nicht so harmonisch wie behauptet. Sie haben unterschiedliche Vorstellungen für die Zukunft der Firma. Der bisherige Schokoladenmeister und seine designierte Nachfolgerin sind sich auch nicht ganz grün. Natürlich lässt sich Dupins Assistent Kadeg die Gelegenheit nicht entgehen und doziert ausführlich über Schokolade. Es wird ständig wie wild hin und her telefoniert, der altersschwache Citroen von Dupin ist mit einer Fahrt ins Baskenland überfordert und transatlantischer Kokainschmuggel spielt auch noch eine Rolle. – Für Schokoholics und alle Fans von Dupin ein Vergnügen! Für andere eher eine redundante Erzählung mit einer wenig überzeugenden Auflösung am Schluss.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Bretonische Versuchungen
Jean-Luc Bannalec
Kiepenheuer & Witsch (2025)
Kommissar Dupin ; 14
390 Seiten : Karten
kt.